Auslobung Mordfall Jürgen Gerstner

Auslobung 5.000,00 €

Im März 2002 werden die unvollständigen Skelettteile des LKW Fahrers Jürgen Gerstner im Garten des Hauses Eiterbacherstrasse 7 in Siedelsbrunn, Wald-Michelbach aufgefunden. In diesem Haus hat der Jürgen Gerstner zusammen mit seiner Mutter, Ursula Gölz sowie der Schwiegermutter der Tochter der Frau Gölz, Frau Luise Stein gewohnt. Von dort aus ist er mit seinem roten BMW 318i Touring zur Arbeit gefahren. Die Töchter und Schwiegersöhne der Frau Gölz sind ein und ausgegangen. Das Haus mit Garten befindet sich im Ort, es ist umgeben von bewohnten Grundstücken, die teilweise von Wachhunden bewacht werden. Das plötzliche Verschwinden des Jürgen Gerstner im Jahre 1999 führte zu keiner Vermisstenanzeige. Wussten damals alle, dass er nicht mehr am Leben war?

Die Kriminalpolizei ermittelt wegen eines gewaltsamen Todes, dem Skelett fehlen Kopf und Hände. Zu Lasten der Ursula Gölz, des Sohnes und des Jürgen Gerstner sind mehrere Hunderttausend DM verschwunden. Die Staatsanwaltschaft Darmstadt stellt das Ermittlungsverfahren gegen Unbekannt bereits im Jahre 2003 ein. Auf Betreiben des Halbbruders, der neue Ermittlungsansätze zu Tage gefördert hat, wird die Kripo im Februar 2015 informiert. Es geschieht nichts.

Im April 15 verstirbt überraschend die Mutter des Jürgen Gerstner, die als Verdächtige aber auch als Zeugin bereits im Jahre 2002 vernommen wurde.
Bei der Staatsanwaltschaft Darmstadt wird der Antrag auf Aufnahme der Ermittlungen gestellt. Die Staatsanwaltschaft prüft seit September 2015.

Der Tod des Jürgen Gerstner ist immer noch ungesühnt!
Für sachdienliche Hinweise, die zum Auffinden des oder der Personen beitragen, die für den Tod und das Zersägen der Leiche des LKW Fahrers Jürgen Gerstner, geboren am 19.12.1964 und zuletzt wohnhaft in Siedelsbrunn, Eiterbacherstrasse 7 im Jahre 1999 verantwortlich sind hat nun der Halbbruder den Betrag von 5000,00 € ausgelobt:

Unter dem Link sind die Fragen zu ersehen, die seit dem Auffinden der Skelettteile im Jahre 2002 dringend hätten beantwortet werden müssen. Die Fragen richten sich an alle Nachbarn , Notars- und Bankangestellte sowie Arbeitskollegen, die zwischen 1985 und dem Verschwinden des Jürgen Gerstner im Jahre 1999 Wahrnehmungen zur Person der Ursula Gölz und des Jürgen Gerstner und zum Verschwinden des Jürgen Gerstner gemacht haben.

Sachdienliche Hinweise teilen Sie bitte der Staatsanwaltschaft Darmstadt oder ihrer örtlichen Polizeistation mit.


Die Fragen:

1. Wer hat den Jürgen Gerstner, LKW Fahrer, geboren am 19.12.1994, in Siedelsbrunn im Jahre 1999 zuletzt gesehen?
Jürgen Gerstner soll als LKW Fahrer noch im August 1999 als Containerfahrer für die Firma Müller in Weinheim/Heddesheim gearbeitet haben bis er von einem Tag auf den anderen die Arbeit nicht mehr weiter angetreten hat, sondern angeblich auf eine Bohrinsel gegangen sein soll.

2. Wer hat sich nach dem Verschwinden des Jürgen Gerstner im Sommer 1999 erkundigt und welche Antwort hat er erhalten, von welcher Person?

3. Können Nachbarn Angaben darüber machen, zu welcher Zeit der Randbewuchs am Hausanwesen in Siedelsbrunn, Eiterbacherstr. 7 verändert wurde? Der Garten soll bis auf Mannshöhe von einer Randbepflanzung umfasst worden sein.

4.Wer kann Angaben darüber machen, welche Personen in der Zeit von August bis Oktober 1999 das Haus Eiterbacher Str. Nr.7 regelmäßig besucht haben?

5.Wer kann Angaben darüber machen, wer das Fahrzeug des Jürgen Gerstner, roter 318 I BMW Touring, mit gelben Seitenstreifen, amtliches Kennzeichen: HP-ZU-35 ab August 1999 gefahren hat ?

6.Wer kann Angaben zum Verbleib von 150.000,00 DM machen, die anlässlich eines Grundstückverkaufs in Gadern 1995 von Frau Katharina Gölz eingenommen wurden?

7. Wer kennt Personen, die zwischen 1985 und 1987 regelmäßig Geld von Frau Ursula Gölz erhalten haben? Zum Beispiel den Betrag von 50.000,00 DM? Es hat in diesen Jahren monatliche Barabhebungen von 2-3000,00 DM gegeben, die nicht zum Lebensunterhalt verwandt wurden.

8. Wer hat Jürgen Gerstner tatsächlich noch im August 1999 oder später lebend gesehen?

Udo Gölz
Udo Gölz Passbild

9. Wer war am 25.9.1995 bei einem Notar und hat sich als Udo Gölz ausgeben und wurde von dem Notar als „persönlich bekannt“ testiert? Dieser Betrüger hat im Zusammenwirken mit Frau Ursula Gölz einen Bauplatz in Gadern, an dem der Halbbruder des Jürgen Gerstner zur Hälfte Miteigentümer war hinter dessen Rücken verkauft und in Zusammenwirken mit Ursula Gölz 150000 DM unterschlagen.

10. Wer war am 10.5.1996 in der gleichen Notarkanzlei und hat sich als Udo Gölz ausgegeben, testiert wurde von dem Notar, dass der Betrüger sich mit BPA ausgewiesen hat? Dieser Betrüger hat im Zusammenwirken mit Ursula Gölz ermöglicht, dass weitere Grundstücke in Gadern, an denen der Halbbruder Miteigentum hatte mit einer Hypothek belastet werden konnten. Damit die Schuldenlast für die Familie weiter erhöht werden konnte.
Es ist davon auszugehen, dass der Betrüger in etwa im Alter des Udo Gölz war (Geburtsdatum 21.11.1975), ihm damals sehr ähnlich sah und mit Personen, die zum direkten persönlichen Umfeld der Frau Ursula Gölz gehören, verwandt oder befreundet ist. Beide Fragen richten sich insbesondere an Zeugen aus Siedelsbrunn und Birkenau.
Wer kann Angaben über die Person machen, die die Unterschrift des Udo Gölz gefälscht hat?

Beide Notare sind wohl genauso betrogen und getäuscht worden, wie die Mutter, Frau Gölz , der Jürgen Gerstner und sein Bruder.
Aus heutiger Sicht handelte die Mutter damals in scheinbar in bester Absicht, sie verstand nicht, was passiert.

11. Wer kennt Personen, die über den Halbbruder Udo Gölz behaupten oder behauptet haben: „Der Udo (Anmerkung oder auch: Der Psychopath) hat gedroht mich und meine Kinder zu überfahren, wegen Geld?“
Udo Gölz dagegen behauptet, niemals in irgendeiner Weise gedroht zu haben.
Nach seiner heutigen Einschätzung wurde diese ekelhafte Lüge bereits 1997 seinem Bruder aufgetischt, die Bruderbeziehung wurde damit zerstört und der weitere Verlauf der Dinge, also die Unterschlagungen zu Lasten des Bruders und der Mutter, der Mord am Bruder und die Unterschlagungen zu Lasten der Mutter nach der Ermordung des Jürgen Gerstner erst ermöglicht.

12. Wer kann eine Aussage darüber treffen, wem Ursula Gölz zwischen einer Bank in Oberabtsteinach und dem Familienhaus in der Obergasse in Siedelsbrunn oder auch direkt im Haus Obergasse in den 1980ziger und 1990ziger Jahren hohe 4 und 5 stellige Bargeld Beträge übergeben hat? Der Höchstbetrag lag zumindest bei 30.000DM.

13. Wer kann eine Aussage darüber treffen, wer nach Umzug in die Eiterbacher Straße in Siedelsbrunn,im Jahre 1998 oder 1999 die Bankgeschäfte der Frau Ursula Gölz erledigt hat? Diese Person scheint dafür verantwortlich zu sein, dass die Unterschlagungen zu Lasten der Familie Gölz angefangen am 16.4.1985, also 11 Tage nach Tod des Vaters, auch nach der Ermordung des Bruders zu Lasten der Mutter weiter geführt wurden. Wer kann insbesondere darüber eine Aussage treffen, wer im September 2000, also ca. 1 Jahr nach der Ermordung des Jürgen Gerstner 11.000DM in bar von einem Konto der Ursula Gölz bei der Postbank abgehoben hat. Die Abhebung fand möglicherweise in Wald-Michelbach statt. Wer kann eine Aussage darüber treffen, woher zuvor eine Gutschrift von über 20.000DM auf diesem Konto gekommen ist?

14.Wer weiß, wo sich Jürgen Gerstner in den neunziger Jahren oft am späten Sonntagvormittag oder am frühen Sonntagnachmittag mit seinem roten BMW 318i Touring mit gelben Seitenstreifen, Kennzeichen HP ZU 35,aufgehalten hat und zwar immer in Sonntagskleidung? Wer erinnert, wo dieses Auto dann stand bzw. was Jürgen Gerstner damals erzählt hat, was er sonntags macht?

15. Wer kann Aussage darüber treffen, wer den roten BMW 318i Touring mit gelben Seitenstreifen, Kennzeichen HP ZU 35, ab August 1999 statt des Jürgen Gerstner als Fahrer bewegt hat?

16. Wer kann eine Aussage darüber treffen, wer bei einem Parkplatz zwischen Mörlenbach und Oberliebersbach spätestens im Dezember 1999 eine beige Cord Hose, eine weißes Unterhemd und ein Sweatshirt abgelegt hat. Ein Zeuge hatte 1999 diese verstreute Kleidung im Wald bei dem Parkplatz unweit eines Abfalleimers bemerkt und die Beobachtung bei der Polizei gemeldet hat. Die Polizei aus Oberabtsteinach soll die Kleidung eingesammelt haben. Der Zeuge hat sich nach der Bekanntwerden des Mordfalls Jürgen Gerstner im Jahre 2002 wieder bei der Polizei gemeldet und noch einmal auf diesen Vorgang hingewiesen.

17. Wer kennt Personen, die bis 1999 bei der Gartenarbeit in der Eiterbacher Str. bzw. generell in Siedelsbrunn eine beige Cord Hose und Unterhemd / Sweatshirt getragen haben?

18. Wer kennt Personen, die wohl 1985-1987 einen silbernen Golf von Frau Ursula Gölz erhalten haben und kann eine Aussage darüber treffen, ob dafür eine Bezahlung stattgefunden hat oder zumindest was darüber von Personen behauptet wurde?

19. Wer hat eine Erklärung dafür, warum Frau Gölz und der Sohn Jürgen Gerstner eine Darlehensrate von ca. 1050DM pro Monat ab 02.1998 nicht bedienen konnten, obwohl Mutter und Sohn Jürgen Gerstner zusammen über ein Haushaltseinkommen von mehr als 3000DM verfügten? Wer kann eine Aussage darüber treffen, wer für die hohen Barmittelabflüsse zu Lasten zu der Zeit verantwortlich war(vierstellig monatlich). Das nicht bedienen des Darlehens führte schlussendlich der Zwangsversteigerung des Hauses der Familie Gölz in der Obergasse in Siedelsbrunn durch die Bank.

20.Wer kann eine Aussage darüber treffen, wer behauptet hat, von Jürgen Gerstner Bewerbungsunterlagen für eine Bohrinsel gezeigt bekommen zu haben und von ihm gefragt worden zu sein, wie man eine polizeiliches Führungszeugnis beantragen kann?

21.Wer kennt Personen die 1999, insbesondere im August, evtl. auch September oder Oktober, einmalig oder mehrfach ein größeres Fahrzeug, beispielsweise einen Transporter oder ein Fahrzeug mit Pritsche und Plane dergestalt vor dem Hauseingang bzw. dem unteren Teil des Gartens in dem die Leiche des Jürgen Gerstner gefunden wurde, abgestellt haben, so dass der Transport der Leiche des Jürgen Gerstner zum Garten und die Vergrabung verdeckt wurden?

22. Wer kann eine Aussage darüber treffen, wer behauptet hat, der Jürgen Gerstner sei zum Zeitpunkt seines Verschwindens depressiv und kränklich gewesen? Wer streut/streute dieses Gerücht in Siedelsbrunn und Umgebung?

23. Wer kann eine Aussage darüber treffen, wer für Jürgen Gerstner eine Anwaltsrechnung im Jahr 1999 bezahlt hat und damit dafür sorgte, dass sein Verschwinden nicht schon 1999 entdeckt wurde?

24. Wer hat die Unterschrift des Jürgen Gerstner gefälscht?

25. Wer kennt Personen, die mit dem Sägen mit der Handsäge so geübt sind, dass der Schnitt so gleichmäßig ist, als ob mit einer Elektrosäge Holz bzw. Knochen zersägt wurden?

Offener Brief zu der Tätigkeit der Staatsanwaltschaft Darmstadt im Mordfall Jürgen Gerstner 452 UJs 112108/02 Sta Darmstadt

Sehr geehrter Hr. Generalstaatsanwalt Prof. Dr. Fünfsinn,
der für die Ermittlungen im Mordfall Jürgen Gerstner zuständige Oberstaatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Darmstadt hat auf 3 Schriftsätze von mir nach der Auslobung meines Mandanten im Januar 2016 für Hinweise, die zur Ermittlung der Mörder seines Bruders führen bis heute nicht geantwortet. Er hatte bereits im Sommer letzten Jahres ein neues Ermittlerteam versprochen und mich im November gebeten, die Auslobung und Veröffentlichung auf Januar zu verschieben, weil er dann ein neues Kripo Ermittlerteam aufstellen wolle. Telefonisch erreichbar war er leider nie und bereits 2015 und 1999 sind Schriftsätze bei der Staatsanwaltschaft Darmstadt verschollen. Die von ihm angedeuteten Kontenprüfungen für die Jahre 1999-2002 scheinen bei der bekannten Faktenlage auch kaum ausreichend. Hinweise, die bei der Polizei in Waldmichelbach nach der Auslobung und nach einem Zeitungsartikel in der Odenwälder Zeitung eingegangen sind, werden offenbar nicht bearbeitet.
Deshalb wende ich mich jetzt an Sie.

Mit Verwunderung habe ich die Stellungnahme der Pressesprecherin der Staatsanwaltschaft Darmstadt zum Mordfall Jürgen Gerstner gegenüber der
Odenwälder Zeitung / Weinheimer Nachrichten zur Kenntnis genommen. Sie behauptet, dass bereits 2003 die Ermittlungen im Mordfall Jürgen Gerstner eingestellt wurden, weil es keine neuen Erkenntnisse gegeben habe. Ist es nicht viel mehr so, dass die Staatsanwaltschaft Darmstadt meinem Mandanten im Jahr 2003 rechtswidrig Akteneinsicht in die Ermittlungsakte zum Mord an seinem Halbbruder verweigert hat und stattdessen die Ermittlungen eingestellt wurden? Hätten sich nicht bereits damals wesentliche Erkenntnisse ergeben können? Seit dem 2. Februar 2015 gibt es eine Aussage meines Mandanten bei der zuständigen Kripo, die der Staatsanwaltschaft Darmstadt seit dem 15.5.2015 schriftlich vorliegt. Trotzdem gibt es keine neuen Ermittlungen der Kriminalpolizei. Den oder die Mörder des Jürgen Gerstner wird es freuen.

Die Ermittlungsakte liegt mir seit dem 11.08.2015 vor. Weiterhin wird behauptet, es sei damals in alle Richtungen ermittelt worden und es seien zahlreiche Hinweise aus der Bevölkerung eingegangen. Soweit mir bekannt, wurde im Jahr 2002 einseitig und vor allem gegen die Mutter von Jürgen Gerstner ermittelt. Von zahlreichen Hinweisen ist mir auch nichts bekannt. Bitte informieren Sie mich, ob die Ermittlungsakte wieder aufbereitet wurde. Fehlen gar wesentliche Teile?

Mein Mandant hatte mich gebeten in der Ermittlungsakte nach Indizien zu suchen, die für Ursula Gölz als Täterin sprechen. Ich habe keine gefunden.
In Siedelsbrunn erzählt man sich, dass das Märchen mit dem Arbeitsplatz von Jürgen Gerstner auf der Bohrinsel ausschließlich von der Mutter Ursula Gölz stamme.
Die Staatsanwaltschaft und wir wissen, dass dies nicht so ist. Ist es nicht so, dass mein Mandant in seiner Aussage eine Beobachtung bei seiner Mutter beschreibt, die erklären könnte, wie die Mutter dazu gebracht werden konnte, sich an

Unterschlagen zu Lasten ihrer eigenen Familie und Urkundenfälschungen zu Lasten ihrer eigenen Söhne zu beteiligen?
Hat Fr. Gölz nicht über 30 Jahre diverse Behauptungen aufgestellt und vertreten, die objektiv nicht den Tatsachen entsprachen? War sie dabei nicht immer völlig glaubhaft?
Erschließungskosten, Schulden stehen lassen, um Erschließungskosten belegen zu können, kleine Rente.
Weitere Behauptungen, die nicht mit Geld zu tun haben und objektiv faktisch falsch sind:
Hat sie nicht immer betont, sie habe es immer nur gut gemeint und sie lüge nicht?
Hält es die STA immer noch nicht für angebracht, die psychiatrische Historie von Ursula Gölz überprüfen zu lassen?
Gibt es außer Ursula Gölz noch andere Personen, die behaupten, dass Ursula Gölz zwischen 1985 und 1987 hohe Erschließungskosten habe bezahlen müssen?
Es gab doch nachweislich keine.
Warum sperrt die Polizei einen Leichenfundort nicht ab?
Warum wird ein potenzieller Tatort nicht abgesperrt?
Wie hat denn mein Mandant von den Unterschlagungen/Urkundenfälschungen zu seinen Lasten im Jahr 1997 erfahren? Ihm wurde in einer Bank in Weinheim ein handgeschriebener Brief vorgehalten mit dem Geld von seinem Konto überwiesen wurde. Die Schreibschrift war augenscheinlich die seiner Mutter. Er ging damals davon aus, dass seine Unterschrift darunter, gefälscht, auch von seiner Mutter stammte. Gibt es ein vergleichbares Dokument auch bei den Ermittlungen zum Mord an Jürgen Gerstner, allerdings nicht mit der gefälschten Unterschrift meines Mandanten? Wurde die Mutter im Jahre 1997 meinem Mandanten als Sündenbock präsentiert? War es 2002 bei den Ermittlungen zum Mord an Jürgen Gerstner ähnlich?
Wie kam der Tatverdacht gegen Ursula Gölz überhaupt zustande? Durch Beschuldigungen?
Wie sah denn die Tattheorie zu Lasten der Ursula Gölz aus? Jürgen Gerstner ist abends oder am Wochenende zu Hause, er ist abgemagert. Üblicher Besuch kommt vorbei. 1-2 Tage später kommt wieder jemand vorbei und die Mutter erzählt, er arbeite jetzt auf einer Bohrinsel. Etwa so? Ist das glaubhaft?

Wie viele Küchen, Bäder und Toiletten gab es denn in dem Einfamilienhaus in der Eiterbacherstraße? Es gab doch keine getrennten Wohnungen.
Wer durfte denn überhaupt ins Haus in der Eiterbacher Str. 7? Konnte die zweite Zeugin, Luise Stein, die Mitbewohnerin im Hause Eiterbacherstrasse 7, denn von ungewöhnlichen Besuchern nach dem Einzug von Jürgen Gerstner und seiner Mutter bis zum Mord und den weiteren Vorkommnissen berichten?
Welche Gründe gibt es, dass man die Polizei bei Ermittlungen zu einem schweren Verbrechen belügt, vor allem wegen Geld?
Wieso erkennen Polizisten keine Lügen, die sich mit den 5 Fingern einer Hand objektiv nachweisen lassen?
Gab es im Jahr 2002 Ermittlungen zum Einkaufsverhalten der Mutter Ursula Gölz? Wurde in diesem einzigen, scheinbar banalen Punkt gar vorbildliche Ermittlungsarbeit geleistet? Warum wurde hier nicht weiter ermittelt bzw. weiter gedacht?
Wie kommt denn die Einschätzung zustande, bis wann Hr. Gerstner lebend in der Eiterbacher Str. war?
Macht man den möglichen Zeitpunkt, wann ein Mensch noch lebte im Allgemeinen an einem offensichtlich gefälschten Dokument fest? Beweist ein solches Dokument nicht das Gegenteil?
Meldet man sich bei einem Arbeitgeber aus Birkenau nicht üblicherweise mit der richtigen Meldeadresse an?
Wer behauptet denn, Jürgen Gerstner sei noch im Oktober 1999 lebend in Siedelsbrunn gewesen? Gibt es keine gegenteiligen Aussagen von objektiven Zeugen?
Gibt es keine widersprüchlichen Aussagen über den Zeitpunkt des Verschwindens / des Mordes an Hrn. Gerstner zwischen objektiven Zeugen und anderen Personen?
Sagt man nicht im Allgemeinen, man redet nicht schlecht über Tote? Gilt das nicht insbesondere dann, wenn es keinen tatsächlichen Grund gibt,
über einen Toten schlecht zu reden?
Wenn Menschen über einen Toten sprechen, als sei er minderwertig, wie ist die Rolle von solchen Menschen denn dann zu bewerten?
Wenn ein Mord geschieht und das Auto des Mordopfers zum Tatzeitpunkt am wahrscheinlichen Tatort war, sollte man dann nicht dieses Auto auf Spuren untersuchen?
Entspricht es üblicher Polizeiarbeit, dass ein Ermittler gemeinsam mit einer Person, die er für einen Zeugen hält, festlegt, wer für eine schwere Straftat verantwortlich zu machen ist?

Die StA hat mich telefonisch informiert, dass die Ermittlungsakte in dem Verfahren wegen Unterschlagung und Urkundenfälschung gegen Ursula Gölz heute noch bei Staatsanwaltschaft Darmstadt vorliegt. Ich hatte um Zusendung dieser Ermittlungsakte gebeten, bis heute habe ich diese Akte nicht erhalten. Wurde bereits damals in den Jahren 1999-2001 festgestellt, dass für die Unterschriftenfälschungen zu Lasten meines Mandanten nicht die Mutter Ursula Gölz verantwortlich sein kann? Wieso wurde nicht ermittelt, wer dafür verantwortlich war? Warum wurde dies nicht im Rahmen der Ermittlungen zum Mord an Hrn. Jürgen Gerstner nachgeholt? Wer ist denn für die Unterschriftenfälschungen zu Lasten von Hrn. Gerstner und zu Lasten meines Mandanten verantwortlich?
Müssten nicht alle Ermittlungsakten, die sich seinerzeit mit Vorgängen um die Personen des Ermordeten und seiner Angehörigen befasst haben wegen des Sachzusammenhangs bei der STA Darmstadt noch vorhanden sein?
Gibt es in der Aussage meines Mandanten nicht sogar einen Hinweis, wer möglicherweise 1995/1996 bei den Notaren im Gorxheimer Tal war, bei denen die Umschreibung eines Grundstücks und die Eintragung von Grundschulden durchgeführt wurde und sich als seine Person ausgegeben hat? Einer der Notare hat doch sogar testiert, er sei mit dem vorgeblichen Udo Gölz persönlich bekannt. Dieser Notar wird sich auch heute noch erinnern können. Wäre es nicht an der Zeit zu ermitteln, wer bei den Notaren war?

Warum beteiligt sich die StA nicht an der Auslobung und erhöht damit die ausgesetzte Belohnung?
Ermittelt die StA wer seit 1985 ständig in der Obergasse 25 als auch später in der Eiterbacher Straße 7 in Siedelsbrunn aus und eingegangen ist? Wer konnte denn auf Ursula Gölz Einfluss nehmen, um sich und ihren Söhnen zu Schaden?
Ist es nicht so, dass in diesen Jahren insgesamt eine Summe von ca. 700.000,00 DM verschwunden ist? Die bekannten Ausgaben einschließlich der Lebenshaltungskosten sind dabei bereits abgezogen.
Mir und meinem Mandanten ist kein mögliches Motiv für den Mord an Hrn. Gerstner bekannt außer Neid und Habgier. Hr. Jürgen Gerstner wurde nicht nur um das Erbe seines Vaters betrogen, sondern auch um alle Erträge aus diesem und aus seinem gesamten Erwerbsleben.
Als mein Mandant in meinem Beisein seine Aussage bei einem ehemaligen Mitglied der Soko Skelett Anfang Februar 2015 machte, sagte dieser Beamte zum Schluss: „Zu viele Infos, ich muss erst die Akte sichten. Das war ich nicht, das war der Kumpf, da hätten die Konten geprüft werden müssen“. Der Beamte machte den Eindruck, als sei er über die Versäumnisse seines Kollegen verärgert.
Warum ich den gleichen Beamten, der im Februar 2015 einen engagierten und interessierten Eindruck machte, nicht telefonisch erreichen konnte als Ursula Gölz plötzlich im Sterben lag, obwohl sie doch nur zum Zucker einstellen ins Krankenhaus sollte, ist unerklärlich. Warum ihm, laut eigener Aussage, alle meine Anrufe beim Geschäftszimmer der Mordkommission bei der Kripo in Heppenheim nicht ausgerichtet wurden, ist nicht bekannt. Warum dieses Geschäftszimmer zu Geschäftszeiten teilweise nicht besetzt war, ist auch nicht erklärbar. Das Geschäftszimmer, behauptete der Beamte, sei auf einer Schulung. Der Beamte meldete sich nachdem Ursula Gölz tot war und informierte mich, dass er im Urlaub gewesen sei.
Ursula Gölz war die letzte lebende Zeugin, die hätte bestätigen können, wer im Haus in der Eiterbacher Str. 7 in Siedelsbrunn war, als Hr. Gerstner ermordet wurde.
Warum derselbe Beamte der Kripo Heppenheim dann erst im Mai 2015 die Staatsanwaltschaft über die Aussage meines Mandanten informierte, erschließt sich mir nicht.
Hätte es nicht bereits ab Februar 2015 neue Ermittlungen zum Mordfall Jürgen Gerstner von Amts wegen geben müssen?
Die StA kennt die Fragen in meiner 1. Veröffentlichung, sie weiß, dass alle diese Fragen von den Mitgliedern der „Soko Skelett“ unter der Leitung des KOK Kumpf nie gestellt wurden und deshalb auch nie beantwortet wurden. Warum das so ist, weiß ich nicht. Es gibt weitere Fragen, die nie gestellt wurden, aber noch nicht veröffentlicht wurden. Professionellen Ermittlern würden möglicherweise zusätzliche Fragen einfallen, deren Beantwortung den oder die Mörder von Hrn. Gerstner auch heute noch überführen könnte(n).
Bedauerlicherweise hatte Hr. Gerstner keine Freunde bei Polizei und Staatsanwaltschaft, die sich in seinem Interesse dafür einsetzen konnten, dass alles dafür getan wurde/wird dass der Mord an ihm aufgeklärt werden konnte/wird.

Mein Mandant und ich bitten Sie zunächst zumindest um folgendes:
1. Bitte setzten Sie ein neues Ermittlerteam aus erfahrenen Mordermittlern ein, die von den Fehlern und Versäumnissen der Mitglieder der „Soko Skelett“ unbelastet sind.
2. Bitte veröffentlichen Sie eine Telefonnummer, unter der sich Zeugen direkt bei diesem Ermittlerteam melden können. Das ist sicherlich effizienter, als wenn dem Ermittlerteam nur schriftliche Aussagen von Zeugen weiter geleitet werden.
3. Bitte lassen Sie alle bereits im Jahr 2002 in der Eiterbacher Straße gesicherten Spuren auswerten.
4. Bitte lassen Sie das Auto von Hrn. Gerstner sicherstellen, es soll an einen Autohändler in Oberflockenbach verkauft worden sein. Ob sich heute noch Spuren sichern lassen könnten, die beweisen könnten, dass die fehlenden Leichenteile des Mordopfers mit seinem eigenen Auto transportiert wurden ist ungewiss, 2002 wäre das sicher möglich gewesen.
5. Bitte lassen Sie überprüfen, ob Personen bekannt sind, die ab Mitte der Achtziger Jahre bis 2001 öfter 4- oder 5-stellige Beträge bis in der Spitze 30.000 DM bei Banken oder Überweisungsbüros in 50 km Umkreis um Oberabtsteinach eingezahlt haben.
6.Üblicherweise gibt es ja bei Mordermittlungen auch Telefonüberwachungen. Bitte lassen Sie vorhandene Bänder dahingehend prüfen, ob Fr. Ursula Gölz nach dem Skelett Fund gegenüber Personen aus ihrem direkten persönlichen Umfeld einen Tatvorwurf ausgesprochen hat.
7. Bitte lassen Sie die zweimal von einem Zeugen gemeldete und von der Polizei aus Abtsteinach auch sicher gestellte Kleidung bei einem Parkplatz zwischen Oberliebersbach und Mörlenbach auf DNA Spuren von Jürgen Gerstner und weiteren Personen prüfen.
8. Bitte lassen Sie erfahrene Ermittler die Aussagen von beteiligten Personen aus dem Jahr 2002 auf offensichtliche, objektiv nachweisbare Falschbehauptungen überprüfen. Wie viele Gründe gibt es denn, bei Ermittlungen zu einem Mordfall die Unwahrheit zu sagen?
9. Bitte lassen Sie ermitteln, wer für Jürgen Gerstner eine Anwaltsrechnung im Jahr 1999 bezahlt hat und damit dafür gesorgt hat, dass seine Ermordung erst im Jahr 2002 entdeckt wurde.
10. Bitte lassen Sie die psychiatrischen Gutachten von Ursula Gölz prüfen und ebenso ihre langjährige Ärztin in Heppenheim befragen.
11. Bitte lassen Sie die Einkommenssituation von Personen, die in der Obergasse 25 und in der Eiterbacher Str. 7 ein und aus gegangen sind bis zurück ins Jahr 1985 prüfen und vergleichen sie sie mit möglicherweise vorhandenen hohen Verbindlichkeiten. Beides sollte anhand von Rentenkonten, Pensionskonten und dem Grundbuch auch heute noch möglich sein.
12. In den Jahren 1995 und 1996 hat sich ein junger Mann bei Notaren zweimal als Udo Gölz ausgegeben. So wurden unter anderem 150.000 DM unterschlagen. Einer der Notare hat testiert, dass er mit diesem vorgeblichen Udo Gölz persönlich bekannt sei. Dieser Notar wird sich zweifelsfrei auch heute noch erinnern können, wie er diesen vorgeblichen Udo Gölz kennengelernt hat und diesen auch noch identifizieren können. Bereits in seiner Aussage von Februar letzten Jahres bei der Kripo hat mein Mandant den Namen eines Mannes genannt, der möglicherweise anstatt seiner bei den Notaren war.
Bitte lassen Sie beide Notare von erfahrenen Ermittlern vernehmen. Dann dürfte eine Person ermittelt sein, die nachweislich an den Unterschlagungen zu Lasten von Ursula Gölz, Jürgen Gerstner und Udo Gölz beteiligt ist und damit auch ein Motiv für den Mord an Hrn. Gerstner hat. Ein Foto meines Mandanten aus der damaligen Zeit füge ich zum Zwecke der Veröffentlichung und Ermittlung des Täters bei.
Bisher geht mein Mandant davon aus, dass beide Notare genauso betrogen wurden, wie Ursula Gölz, Jürgen Gerstner und er selbst.
13. Bitte lassen Sie ermitteln, wer für die Unterschriftenfälschungen zu Lasten von Hrn. Gerstner und zu Lasten meines Mandanten verantwortlich ist.
14. Bitte lassen Sie ermitteln, wer sich um die Bankgeschäfte von Ursula Gölz nach der Ermordung von Hrn. Jürgen Gerstner gekümmert hat und für die weiteren Unterschlagungen verantwortlich ist.
15. Bitte veranlassen Sie neue Befragungen von Zeugen bzw. Tatverdächtigen, damit Widersprüche geklärt werden können.
16.Bitte lassen Sie ermitteln, ob Jürgen Gerstner zeitlich passend zu der von einer Bank betriebenen Zwangsversteigerung des Hauses in der Obergasse 25 vergiftet wurde.
17. Ich bitte um Sicherung und Erhebung evtl. vorhandener Telefonüberwachungsprotokolle aus dem Jahr 2002. Ebenso um Sicherung und Erhebung der Unterlagen des tatsächlichen Arbeitgebers von Jürgen Gerstner. Ebenso bitte ich um Sicherung und Erhebung der Zeugenaussagen in denen behauptet wird, Jürgen Gerstner sei noch im Oktober 1999 lebend in Siedelsbrunn gewesen. Außerdem bitte ich um Zusendung der Frontalaufnahme ohne Bart von Hrn. Gerstner.
18. Bitte leiten Sie die 24 seitige Aussage meines Mandanten an die Polizeistation Wald-Michelbach weiter. Die Aussage geht doch weit über Fakten zu Vermögensverhältnissen hinaus. Der Staatsanwaltschaft Darmstadt liegen Dokumente vor, die wesentliche Punkte bestätigen. Ein Abgleich der Ausweisfotos aus den Jahren 1995/1996 zwischen meinem Mandanten und einem potenziellen Betrüger dürfte doch auch dort möglich sein.

Bitte sorgen Sie dafür, dass die Mörder des Jürgen Gerstner endlich ermittelt und ihrer gerechten Strafe zugeführt werden!

Mit freundlichen Grüßen
Elke Nill
Rechtsanwältin